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Die Familien
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Mittwoch, der 16.07.2003
Martina war es langsam leid, immer nur zu hören: "Es wird jeden Moment losgehen, das war Ihr letzter Besuch bei mir (Frauenärztin)!"
Nach dem (nun wirklich) letzten Frauenarztbesuch wurden nach Rücksprache mit der Ärztin Möglichkeiten der Beschleunigung besprochen. Wir entschlossen uns für ein leckeres Cocktail aus Rhizinusöl mit Fruchtsaft und Metaxa.
Das erste Glas wurde um 10:00 Uhr eingenommen, zwei weitere folgten um 16:00 Uhr und 22:00 Uhr. Dazu gab es lange Spaziergänge, aber bis 24:00 Uhr tat sich nichts, also wurde geschlafen.

Donnerstag, der 17.07.2003
1:30 Uhr
Martina wacht mit einer heftigen Wehe auf und entschließt sich, um diese Zeit ein warmes Bad einzunehmen. Christian döst derweil noch weiter, dass Wasser wird in die Wanne eingelassen.

1:35 Uhr
Das Wasser läuft noch, da kommt schon die 2te Wehe. Auch ein Blasensprung betsätigt sich. Christian ist inzwischen auch wach und beruhigt Martina, muß dabei die Abstände der Wehen dokumentieren. Diese folgen nun um 1:40, 1:43, 1:47, 1:51 Uhr und schon nach der 3ten Wehe wurde Martina zum Kommandeur:

"Christian, pack die Sachen! Mach oben alle Fenster zu! Hast Du die Kamera? Ist der Hase im Käfig? ....."

Brav folgte ich allen Anweisungen und fand sogar noch die Zeit, mich für das Krankenhaus schick zu machen und mir die Haare zu waschen.

2:05 Uhr
Ankunft vor dem Krankenhaus. Wir parken auf dem Parkplatz vor dem Klinikgelände, Martina meint, die 300m bis zum Gebäude schafft sie schon. Ich packe alle Klamotten aus bin gerade fertig, Martina steht vor dem Auto und entschließt sich nun, dass sie doch auf das Gelände gebracht werden möchte. Also, alles wieder einpacken und vor das Hauptgebäude fahren.

2:10 Uhr
Auf dem Weg zum Kreissaal, ca. 30m vor dem Eingang stoppt Martina mal wieder mit einer weiteren Wehe. Die PDA (Rückenmark Narkose) ist bereits jetzt schon kein Tabu mehr. Martina möchte sofort eine, um die Schmerzen zu lindern. (Wir hatten uns in der Vorbereitung über Wassergeburt und Entspannungsbäder unterhalten, die PDA galt als letztes Mittel! So schnell ändern sich Meinungen!)

2:15 Uhr
Hebamme Dagmar nimmt uns freundlich in Empfang. Bei der Voruntersuchung durch Hebamme Dagmar und Dr. Rickwärtz ist der Muttermund jetzt 2 cm geöffnet. Nebenbei erwähnte er, das man nun mit 1 cm pro Stunde rechnet, was bei insgesamt 10 cm noch 8 Stunden bedeutete.
Dann geht es zum CTG (Für die Leute, die sich noch nicht damit auseinandergesetzt haben, dort werden Herztöne des Kindes und die Wehen aufgezeichnet). Die Wehen sind deutlich und regelmäßig in 2-einhalb Minutenabständen zu sehen.

2:40 Uhr
Martinas wichtigste Frage: "Was kann man gegen diese Schmerzen machen? Ich will eine PDA!!!" Doch Hebamme Dagmar eröffnet die Möglichkeit über eine Infusion ein erstes Schmerzmittel zu verabreichen.
Jetzt wird auch die Frage nach einem Entspannungsbad gestellt, doch erstmal muß das CTG abgeschlossen werden.

2:55 Uhr
Das Cocktail hat nun seine Dienste geleistet und wird unfreiwillig in 3 Nierenschüsseln aus Pappe verteilt. Kein Problem für Christian, der diese brav entsorgt. Leider weichte die Pappe sehr schnell auf.

3:00 Uhr
Christian putzt die Toilette nach dem Unglück mit den Pappschüsseln, anschließen bekommt Martina ein neues Hemd. Das TVM Hemd lag schon bereit, doch die Hebamme bot ein schönes aus dem Krankenhausbestand an, welches dann zum Einsatz kam.

3:10 Uhr
Das CTG wird nun mit gut ausgeprägten und regelmäßigen Wehen abgeschlossen und der Weg in den Kreissaal angetreten. Eine weitere Untersuchung ergibt ein Öffnung des Muttermundes von 6 cm. Superschnell!!

Nebenbei sei erwähnt, dass die im Vorbereitungskurs propagierte Partnermassage (Nacken, Rücken) nicht zum Einsatz kommen konnte. Meine Angebote an Martina, eine dieser Massagen durchzuführen wurden mit einem klaren: "Fass mich nicht an!!!!!" abgewehrt. Ich weiß, es war nicht böse gemeint....

3:30 Uhr
Nun bekommt Martina endlich das langersehnte Schmerzmittel und richtet sich im Kreissaal ein. Die größte Hilfe war dabei das Tuch von der Decke, an welchem sich Martina nun die ganze Zeit festhalten wird.

4:05 Uhr
Unsere Kleine, zu diesem Zeitpunkt noch Klaus-Bärbel, scheint die Geburt zu verschlafen. Obwohl nun schon, bei genauem hinschauen, der Kopf zu sehen ist, sind die Herztöne der Kleinen konstant und ruhig, so das sich Dr. Rickwärtz für eine MBU entscheidet. Dabei wird dem Kind nach einem kleinen Pickser in den Kopf des Kindes ein wenig Blut abgenommen, welches dann untersucht wird und die Versorgung des Kindes mit Sauerstoff usw. dokumentiert.
Tja, aber der Arzt hat die Rechnung nicht mit Klaus-Bärbel gemacht. Nach dem Pickser hat sie bei jedem Versuch so wild mit dem Kopf gewackelt, das es ihm unmöglich wahr, Blut abzunehmen. Nach etlichen Versuchen bis 4:15 Uhr gibt Dr. Rickwärtz auf, doch inzwischen ist Klaus-Bärbel wach, somit ein gutes Zeichen, welches die Untersuchung überflüssig macht.

4:30 Uhr
Die Schmerzen sind immer noch unerträglich. Martina fordert weitere Maßnahme, die dann mit einem stärkeren Mittel auch über die Infusion umgesetzt wird. Da es nach 2 Sekunden noch nicht anschlägt wird wieder einmal die PDA gefordert. Hebamme Dagmar versteht es ausgezeichnet Martina davon abzubringen bzw. diese Frage etwas in den Hintergrund zu stellen.

4:45 Uhr
Und wieder wird die PDA gefordert, doch Hebamme Dagmar schafft es erneut, Martina bis zur nächsten Wehe davon abzubringen.

4:55 Uhr
Der Muttermund ist nun 10 cm offen, die eigentliche Geburt kann losgehen.

5:00 Uhr
Letzte Pinkelpause für die Mutter. Die Geschichte darf ich aber nur persönlich erzählen und nicht hier niederschreiben. Also, fragt einfach nach.

6:35 Uhr
Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Heftige Wehen bringen unsere Kleine auf den Weg. Wir hatten gehofft, es bis 6:00 Uhr zu schaffen, doch leider fehlte noch ein wenig. Nun war Hebammenwechsel. Schade, denn wir wollten die Geburt gemeinsam mit Hebamme Dagmar noch zu Ende bringen, aber sie musste los. Der fliegende Wechsel, zur ebenfalls sehr netten Hebamme Christine, war ohne Probleme. Weiter ging es!

6:51 Uhr
Elena erblickt das Licht der Welt! Ein unbeschreibliches Glücksgefühl für Mutter und Vater. Elena zeigt sich gesund und munter. Der Vater schnitt die Nabelschnur um 6:55 Uhr durch.

Wir, Martina, Elena und Christian, möchten uns an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei der lieben Hebamme Dagmar und Dr. Rickwärtz für die tolle Versorgung bedanken. Natürlich auch bei Hebamme Christine, die das Ende ebenso kompetent und nett unterstützt hat wie Ihre Vorgängerin.
Auch Danke an alle Freunde und Bekannten, die mit uns gefiebert haben, und die langen letzten 8-9 Wochen uns mit Rat, Tat und Ablenkung zur Seite standen.

Vielen Dank sagen Elena, Martina und Christian!

 
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